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Waldlichtung – Gemeinschaft im Licht

Konzept

Gemeinschaft bei BtB

Struktur, die trägt – nicht kontrolliert

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Ein System, das nach außen hin Nachhaltigkeit und Gleichwürdigkeit lebt, aber intern von Ego, Angst und Machtspielen bestimmt wird, ist keine Alternative. Es ist eine Wiederholung. Die innere Praxis ist nicht Dekoration – sie ist Fundament.

Selbstverwaltete Zellen

Die Genossenschaft organisiert sich in selbstverwalteten Zellen. Jede Zelle wirtschaftet eigenständig und verrechnet Leistungen nach den gemeinsamen Grundsätzen. Der erwirtschaftete Gewinn jeder Zelle fließt in den gemeinsamen Dach-Pool – dort greift die Dreiteilung. Die Generalversammlung mischt sich nicht in zellinterne Angelegenheiten ein. Die Zelle kennt ihre Menschen.

Reinvestitions- und Sozialanteil werden gleichmäßig auf alle Zellen verteilt – unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Umsatz. Jede Zelle wird gleich gedüngt. Eine starke Zelle trägt damit automatisch zur schwächeren bei.


Der Solidarfonds

Der Solidarfonds greift bei Schwangerschaft, Elternzeit, Rhythmustagen, chronischer Erkrankung und anderen vom System anerkannten Situationen. Er finanziert sich aus dem Sozial- und Öko-Anteil des Pools – 10 % fließen monatlich in den Fonds.

Rhythmusanerkennung: Das Universum erkennt an, dass nicht alle Mitglieder jeden Tag dieselbe Kapazität haben. Für Menschen mit Menstruationszyklus stehen bis zu 3 Rhythmustage pro Monat zur Verfügung. Schwangerschaft wird ab dem 4. Monat mit Zusatzstunden begleitet. Elternzeit wird über 24 Monate gestaffelt abgesichert.

Kapazitätsgerechtigkeit: Bei chronischer Erkrankung stehen bis zu fünf Kapazitätstage pro Monat zur Verfügung – ohne Nachweispflicht. Bei dauerhaft eingeschränkter Kapazität gibt es eine individuelle Vereinbarung: kein Mindeststundenbeitrag, voller Stundensatz für jede geleistete Stunde.


Gleichwürdigkeit und Konsequenz

Alle, die Teil des Systems sind, haben eine Stimme – nicht weil sie gleich viel eingebracht haben, sondern weil sie Menschen sind. Die Einlage wird bei Austritt nicht zurückgezahlt. Sie verbleibt als Beitrag zum Gemeinwohl.

Stunden-Transparenz innerhalb der Zelle: Alle erfassten Stunden sind für die anderen Zellmitglieder einsehbar. Das ist kein Kontrollsystem – es ist gegenseitige Sichtbarkeit als Vertrauenskultur. Das Prinzip: Kontrolle von unten, nicht von oben.


Konsequenzen statt Strafen

Das System kennt keine Strafen im Sinne von Vergeltung. Es kennt Konsequenzen – Rückkopplungen, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Die Grundversorgung eines Mitglieds – Wohnen, Essen, medizinische Basisversorgung – ist von keiner Konsequenz berührbar. Das ist unverhandelbar.

7 Stufen: Klärungsgespräch → Begleitetes Innehalten → Stimmrechtssuspendierung → Anteilsminderung (reversibel) → Minderung Zusatzleistungen → Wiedergutmachungsarbeit → Ausschluss (70 % Mehrheit). Eine Zelle, die scheitert, wird nicht ausgeschlossen – sondern gestützt.

Unterstützer, Anwärter, Mitglied

Das System unterscheidet bewusst zwischen drei Stufen der Zugehörigkeit – nicht als Hierarchie, sondern als ehrliche Beschreibung dessen, was jemand gerade einbringt.

Unterstützer: Freizeit, Fähigkeiten, mindestens 50 € Spende pro Jahr. Dafür: 10 % Rabatt auf alle externen Leistungen.
Anwärter: Mehr Zeit, Mitarbeit in konkreten Projekten. Dafür: EK-Preise auf ausgewählte Leistungen, Begleitung.
Vollmitglied: Alltag, Arbeitszeit, Fähigkeiten, Stundenerfassung. Dafür: Vollständige Vergütung, Solidarfonds, Stimmrecht, Mitgestaltung.

Wohnraumvergabe

Sobald die Genossenschaft eigene Immobilien besitzt oder langfristig anmietet, werden Zimmer und Wohnungen nach einem transparenten Dringlichkeitssystem an Mitglieder vergeben. Die Miete deckt ausschließlich die laufenden Kosten der Immobilie – keine Gewinnmarge.

Stufe 1 – Akute Not: Wohnungslose Mitglieder, Kündigung erhalten, häusliche Gewalt. Existenzsicherung geht vor.
Stufe 2 – Familien: Mitglieder mit Kindern oder werdende Eltern. Stabilität für die nächste Generation.
Stufe 3 – Besondere Bedürfnisse: Chronische Erkrankung, Behinderung, pflegende Angehörige. Kapazitätsgerechtigkeit auch beim Wohnen.
Stufe 4 – Zugehörigkeit: Vollmitglieder nach Dauer der Mitgliedschaft. Wer das System mitaufgebaut hat, hat Vorrang.
Stufe 5 – Warteliste: Alle weiteren Vollmitglieder nach Reihenfolge der Anmeldung.

Innerhalb derselben Stufe entscheidet die Dauer der Mitgliedschaft. Die Vergabe wird von der jeweiligen Zelle beschlossen. Wer internen Wohnraum erhält, gibt externen frei – das senkt den Gesamtbedarf an Marktmiete im System. Das genaue Verfahren wird durch die Generalversammlung festgelegt und kann an lokale Gegebenheiten angepasst werden.


Kompetenz statt Zertifikat

Im konventionellen System entscheiden Noten, Numerus Clausus und staatliche Zulassungen, wer einen Beruf ausüben darf. Im Back to Balance Universum gilt intern: Wer es kann, darf es tun. Innerhalb der Genossenschaft erbringen Mitglieder Leistungen füreinander – als genossenschaftliche Selbsthilfe. Es gelten keine externen Zulassungsbeschränkungen für interne Tätigkeiten.

Offener Zugang statt Numerus Clausus. Interner Kompetenznachweis durch Praxis und Mentoring statt Staatsexamen. Erfahrene Mitglieder begleiten und bestätigen Fähigkeit statt Approbation. Leistung wird intern über Coins verrechnet. Lernen ist Arbeit – vergütet wie jede andere Stunde.

Kinder können wieder Kinder sein. Kein Leistungsdruck ab Klasse 3 für den Gymnasialübergang. Kein NC-Optimierung ab Klasse 10. Lernen aus Neugier, nicht aus Angst vor dem Notendurchschnitt. Wer mit 30 Medizin lernen will, kann das – ohne gegen 18-Jährige mit 1,0 zu konkurrieren.

Ein System, das nur die vermeintlich Besten durchlässt, schließt 90 % der Kompetenz aus. Zehn Fachärzte geben einer Patientin zehn verschiedene Diagnosen. Zwanzig Praktiker, die sich austauschen, erkennen Muster. Mehr Augen sehen mehr. Das Back to Balance Universum setzt auf kollektive Kompetenz statt individuelle Spitzenleistung.

Extern gelten weiterhin alle gesetzlichen Anforderungen. Wer außerhalb des Systems praktiziert, braucht die entsprechende Zulassung. Intern gilt: Kompetenz vor Zertifikat, Begleitung vor Prüfung, Zugang vor Auslese.

Was dieses System nicht ist

Kein Kommunismus: Im Kommunismus wird Eigentum zwangsweise kollektiviert – von oben, durch Macht. Das Back to Balance Universum ist das Gegenteil. Jeder Schritt ist freiwillig. Niemand wird zum Teilen gezwungen. Und wer geht, geht frei.

Kein Anarchismus: Das System hat Regeln, eine Satzung, Organe, Abstimmungsprozesse, Konsequenzen. Es ist eine demokratisch verfasste Wirtschaftsgemeinschaft.

Kein Investment-Vehikel: Genossenschaftsanteile können nicht gehandelt werden. Wer einlegt, tut das als Bekenntnis – nicht als Investment.

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